Wie ich ausgewandert bin, ohne auf die Schnauze zu fallen

𝐖𝐢𝐞 𝐢𝐜𝐡 𝐚𝐮𝐬𝐠𝐞𝐰𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐭 𝐛𝐢𝐧, 𝐨𝐡𝐧𝐞 𝐚𝐮𝐟 𝐝𝐢𝐞 𝐒𝐜𝐡𝐧𝐚𝐮𝐳𝐞 𝐳𝐮 𝐟𝐚𝐥𝐥𝐞𝐧. 🛫 4.500 Mal googlen Deutsche im Monat nach „Auswandern Deutschland“. Nur wenige machen es. Warum?

Viele, die ich hier auf Madeira sehe, oder die in Deutschland vom Auswandern träumen sind frustriert. Daher der immense Suchtraffic auf Google. Egal mit wem ich rede, die meisten sagen, „Ich würde sofort auswandern, wenn nicht…“ …Was ja auch legitim ist.

Träumen ist ja auch in Deutschland noch nicht verboten.

Traumwandeln ist allerdings gefährlich:

Das schlimmste, was du machen kann ist, was ich bei zu vielen hier auf der Insel sehe:
– Kein richtiges Geschäftsmodell, keine Erfahrung als Unternehmer…
– Am Ende leben sie hier für 3 oder 6 Monate von ihren Reservern.
– Dann geht es in ein billigeres Land (Portugal ist teuer geworden), wie Ägpypten, und dann geht es meist wieder nach Hause.

Zurück in Deutschland stellen viele fest, dass sie die ganze Zeit in Deutschland steuerpflichtig waren, und zahlen hardcore nach.

Ich behaupte nicht, das Patentrezept zu haben, kann aber berichten, wie es bei mir geklappt hat:

– Als ich 2021 ausgewandert bin, hatte ich beides: klare „Weg-von“ und gleichzeitig „hin-zu“ Gründe. Weg von ungünstigen Bedingungen für Unternehmer, hin zu sehr guten Bedingungen, die ich ganz genau kannte. Weg von einem Land, in dem Wunsch und Wirklichkeit in zwei Bereichen der Politik zu weit auseinanderklaffen in ein Land, wo ich in genau diesen Bereichen mehr Realismus sah.
– …und ich hatte ein funktionierendes Geschäftsmodell.
– Ich hatte einen über Monate entwickelten, schriftlichen Ablaufplan und einen Plan B mit einem zweiten Zielland.

Als ich eines Nachts die Entscheidung auch noch mit dem Herzen trief, spulte ich den gesamten Plan nur noch ab. Flug buchen, rüberfliegen, losarbeiten.

Ich habe immer Stabilität für mein Unternehmen, nicht exotische Abwechslung gesucht.
Und ich hatte noch einen hübschen kränkenden Kommentar im Kopf, der mir den Extra-Drive gab: Ein Ausbilder hatte in einer beruflichen Weiterbildung vor der gesamten Gruppe über micht gesagt: „Sehr ihr, an der Wortwahl und seinem Verhalten lässt sich ablesen: Der wird niemals auswandern!“

Habe ich mich von Emotionen leiten lassen? Habe ich alles kaltblütig geplant? Zweimal „Ja!“

Viele Menschen, die, wie ich, Trainer sind, haben ein starkes Autonomiebedürfnis. Es ist als Trainer möglich, auszuwandern. Meine Erfahrungen sind Grund dafür, warum unsere Business-Trainer Ausbildung voll auf Unabhängikeit und ein rein digitales Geschäftsmodell setzt. Sie sind auch Grund für den starken Online-Marketing- und Vertriebsschwerpunkt.

PS: Zum verlinkten Artikel der TrainingAktuell über mich: Just als der Artikel in die Druckerpresse ging beschloss die portugisische Regierung, den steuerlichen Sonderstatus NHR ab 2024 nicht mehr anzubieten, weil hier die Immobilienspekulation dramatische Formen angenommen hat, auch hier auf Madeira.

 

Beruflich arbeite ich in der Train-the-Trainer Ausbildung. 

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Trainer-Ausbildung (hier: Lehrtrainer Marius Jost)

ÜBER DEN AUTOR

Marius Jost

Marius Jost leitet die Trainerausbildung der Corporate Training Academy (bis 2021 noch Institut für systemisches Training) sowie die Fachgruppe Online-Training des BDVT. Er begann seine berufliche Laufbahn als zunächst als IT-Analyst und entwickelte sich zum Lobbying- und PR-Spezialist für die IT-Branche. Er betreute u.a. als Senior-Associate für die Public Affairs Agentur Burson-Marsteller globale Kunden. Zuletzt durfte er als Kommunikationsmanager bei STADA weitere Erfahrungen sammeln. Jost ist Business Coach (DBVC) und hat sein Studium „International Business Administration” in Paris (ABS) und Frankfurt am Main (Goethe) absolviert.